PFIFF - Paritätische Frühe Interventionen Für Familien

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe:

  • Frühe Hilfen für Kinder unter 3 Jahren
  • Familienorientierte Hilfe
  • Erziehungsbeistandschaft und Sozialpädagogische Familienhilfe mit heilpädagogischem Ansatz, insbesondere für Familien mit Gebärdensprachbedarf

Angebote der Eingliederungshilfe / Teilhabeleistung:

  • Frühförderung von CODA (Children of Deaf Adults)
  • Fachdienst für Kindertagesstätten im Bereich Hörschädigung

Zielgruppe
Im Fokus der Hilfen stehen Familien mit Kindern, die Unterstützung, Förderung und Begleitung bei der Bewältigung ihrer individuellen Lebenssituation benötigen. Der Fachdienst wendet sich mit seinem Angebot an pädagogisches Fachpersonal in Kindertagesstätten.

Aufgabenbereich
Durch Beratung und Begleitung im direkten Lebensumfeld tragen wir dazu bei Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei das Wohl des Kindes. Die Angebote von PFIFF richten sich nach dem individuellen Bedarf der Familien und erfolgen in Form von niedrigschwelliger Unterstützung bis hin zu intensiver Förderung und Begleitung.

 

Unsere Angebote

Frühförderung von CODA (Children of Deaf Adults)

Hochgradig schwerhörige oder gehörlose Eltern sind in der lautsprachlichen Artikulations- und Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt. Die Eltern kommunizieren im familiären Alltag überwiegend mittels Gebärdensprache und können ihren Kindern somit keine ausreichenden Anreize zur Entwicklung der Lautsprache geben. Dadurch sind diese Kinder von einer Sprachentwicklungsverzögerung bedroht, was sich häufig auch auf andere Entwicklungsbereiche ausdehnt.

Adäquate Sprachanreize und regelmäßige Übungsmöglichkeiten im häuslichen Umfeld sowie eine individuelle Beratung der Eltern fördern die positive Entwicklung des Kindes und beugen drohende Entwicklungsverzögerungen vor. Die Kinder können im Alter von 8 Monaten bis zum Schuleintritt gefördert werden.

Frühe Hilfen

Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu unterstützen. Neben alltagspraktischen Hilfen soll insbesondere ein Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz geleistet werden. Das Angebot der Frühen Hilfen richtet sich an Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren in belastenden Situationen, die motiviert sind und perspektivisch in der Lage sind Selbsthilfestrategien zu entwickeln.

 

Heilpädagogischer Fachdienst in Kindertagesstätten

Entsprechend einem Konzept des Bayerischen Staatsministeriums sollen an Frühförderstellen Heilpädagogische Fachdienste für die Zusammenarbeit zwischen Frühförderstellen und Kindertagesstätten eingerichtet werden. Dies geschieht mit dem Ziel, pädagogisches Personal in den Kindertagesstätten fachlich durch externe Begleitung zu unterstützen und damit einen konkreten Beitrag zur Integration zu leisten.

Über die kindbezogene Hilfestellung hinaus übernimmt der Fachdienst auch Vorträge bei Elternabenden, Fortbildung des pädagogischen Personals, insbesondere mit der Beschäftigung der Gehörlosenkultur. Die Vernetzung der verschiedenen Angebote vor Ort rundet die Leistungen des Fachdienstes ab.

Ambulante Hilfen mit heilpädagogischem Ansatz

Erziehungsbeistandschaft und Sozialpädagogische Familienhilfe richtet sich an Familien mit Kindern, die eine intensive, alltagsbezogene Hilfeform benötigen. Durch fachliche Beratung und Begleitung der Familie über einen längeren Zeitraum, soll das Familiensystem stabilisiert und in seiner Eigenständigkeit unterstützt werden. Die Ziele orientieren sich an den individuellen Ressourcen der Familie und die Kommunikation ist auf die jeweiligen Bedürfnisse der Familienmitglieder abgestimmt. Die Angebote sind eine aufsuchende Form der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe. Die Vermittlung erfolgt über das zuständige Jugendamt.

Manuela Sonntag

Beraterin

Tel.: 0921 | 9900873 - 37
Fax: 0921 | 9900873 - 43

manuela.sonntag(at)paritaet-bayern.de

Susanne Bär

Foto Susanne Bär

Beraterin

Tel.: 0921 | 9900873 - 41
Fax: 0921 | 9900873 - 43

susanne.baer(at)paritaet-bayern.de

PFIFF - Paritätische Frühe Interventionen Für Familien

Leibnizstraße 6
95447 Bayreuth

Tel.: 0921 | 9900873 - 41
Fax: 0921 | 9900873 - 43

fruehfoerderung-ofr(at)paritaet-bayern.de

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Pfiff

Frühförderung für CODA

Frühe Hilfen

Heilpädagogischer Fachdienst in Kindertagesstätten

Ambulante Hilfen mit heilpädagogischem Ansatz

Pfiff

PFIFF bedeutet:
Paritätische Frühe Intervention für Familien

Paritätisch heißt:
Jeder Mensch ist wertvoll.
Und jeder Mensch ist gleich viel wert.
Intervention heißt: eingreifen.
Damit etwas nicht schlimmer wird.
Oder damit es nicht nochmal passiert.

Es bedeutet:
Ihrem Kind soll es gut gehen.
Deshalb helfen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zusammen.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben verschiedene Berufe.

Wir helfen Familien mit Kindern.
Wir sagen:
Alle Kinder und Jugendlichen sollen überall mitmachen können.
Das nennt man: Teilhabe.
Das ist uns wichtig.

Wir überlegen:
Wie viel Hilfe braucht Ihr Kind?
Manche Kinder brauchen viel Hilfe.
Manche Kinder brauchen wenig Hilfe.
Das ist immer unterschiedlich.

Manchmal brauchen Familien Hilfe.
Zum Beispiel bei der Erziehung.
Oder haben Fragen.
Zum Beispiel:

  • Mein Kind entwickelt sich anders als andere Kinder.
    Ich mache mir Sorgen.
    Wo kann ich Hilfe bekommen?
  • Welcher Kindergarten ist am besten für mein Kind?
  • Ich brauche Hilfe bei der Erziehung meiner Kinder.
  • Die Schwangerschaft war nicht geplant.
    Wir haben jetzt viele Fragen.

Es gibt auch diese Hilfen:

  • Hilfe bei Geld-Problemen
  • Hilfe bei Problemen in der Familie
  • Hilfe bei Gewalt in der Familie
  • Hilfe bei Sprach-Problemen

Hilfe für gehörlose Eltern und schwerhörige Eltern
Wir kennen uns gut aus mit Hör-Schädigungen.
Vielleicht haben Sie eine Hör-Schädigung.
Oder Ihr Kind hat eine Hör-Schädigung.
Dann brauchen Sie vielleicht besondere Hilfe.

Unsere Angebote

Frühförderung von CODA (Children of Deaf Adults)

CODA ist Englisch und eine Abkürzung.
CODA heißt: Children of Deaf Adults.
Man spricht es so: Schildren of def Edalts.
Das heißt auf Deutsch: Kinder von gehörlosen Eltern.

Viele gehörlose Eltern sprechen zu Hause Gebärden-Sprache.
Manche Eltern können die Laut-Sprache nicht so gut.
Dann ist es schwieriger den Kindern die Laut-Sprache beizubringen.
Viele Eltern haben Fragen.
Wir helfen Ihnen gerne.
Und wir üben mit Ihrem Kind.

Die Früh-Förderung ist für kleine Kinder.
Ihr Kind muss mindestens 8 Monate alt sein.
Ab dann können wir mit Ihrem Kind zusammen üben.
Irgendwann kommt Ihr Kind in die Schule.
Dann ist die Früh-Förderung zu Ende.

Früh-Förderung bedeutet:

Wir helfen Ihrem Kind schon früh:
Wir helfen allen Kindern unter 3 Jahren.
Das nennt man Frühe Hilfen.

Vielleicht machen Sie sich Sorgen.
Babys schreien manchmal sehr viel.

Die Eltern wissen oft nicht:
Was sollen Sie tun?
Wir helfen Ihnen gerne.
Und ihrem Kind.
Wir kennen uns gut aus.
Für uns ist aber wichtig:
Sie machen freiwillig mit.

Heil- pädagogische Fach-Dienste

Früh-Förder-Stellen und Kinder-Tagesstätten sollen zusammen-arbeiten.
Deshalb sagt das Staats-Ministerium in Bayern:
An Früh-Förder-Stellen sollen heil-pädagogische Fach-Dienste sein.

Wie hilft der heil-pädagogische Fach-Dienst bei der Zusammen-Arbeit?
Er redet mit:

  • Eltern
  • Früh-Förder-Stelle
  • Erziehern und Erzieherinnen im Kindergarten
  • Kindern

Ein heil-pädagogischer Fach-Dienst

  • kommt in den Kindergarten.
  • fördert die Kinder.
    Die Kinder lernen durch Spiele und Übungen.
  • hilft den Eltern.
    Er berät die Eltern und beantwortet Fragen.
  • begleitet die Entwicklung der Kinder
  • macht Vorträge bei Eltern-Abenden.
  • weiß viel über Behinderungen
  • weiß viel über die Probleme, die es im Leben von Menschen mit Behinderung gibt.
  • hilft weiter bei Fragen und Problemen.

Der Fach-Dienst erklärt allen Menschen:
Diese Dinge sind wichtig im Leben für gehörlose Menschen.
Das ist wichtig für den Austausch.
Man kann dann auch besser verstehen:

  • warum jemand etwas tut.
  • Oder wie sich jemand fühlt.

Ambulante Hilfen

Ambulant heißt:

  • Nicht an einen Ort gebunden.
  • Nicht an eine stationäre Einrichtung gebunden

Vielleicht haben auch Sie zu Hause Probleme.

Manchmal sind Eltern oder Kinder in einer Notlage.
Zum Beispiel:

  • Weil Sie sich getrennt haben
  • Weil Sie Probleme mit der Sprache haben
  • Weil Sie überfordert sind
    Zum Beispiel:
    Weil Sie mit der Erziehung Ihrer Kinder nicht mehr zurecht-kommen.
  • Weil Sie eine Persönlichkeits-Störung haben

Eine Persönlichkeits-Störung ist eine Krankheit.
Bei dieser Krankheit geht es einem zum Beispiel so:
Man hat viele Probleme im Alltag.
Man gerät mit anderen Menschen immer wieder in Streit.
Darüber kann man mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen.
Vielleicht haben Ihre Probleme mit der Krankheit Persönlichkeits-Störung zu tun.
Vielleicht gibt es aber auch einen anderen Grund für Ihre Probleme.
Der Arzt oder die Ärztin kann Ihnen mehr dazu sagen.

Sie brauchen zu Hause Hilfe?
Dann können Sie sich beim Jugend-Amt melden.
Das Angebot ist freiwillig.
Das Jugend-Amt schickt Ihnen dann eine Person.
Die Person ist gut ausgebildet.
Sie hilft Ihnen weiter.
Die Person ist längere Zeit für Sie da.
Sie lernen dann:
So gehen Sie am besten mit Ihrem Kind um.
Sie leben dann besser zusammen.


Wer hat die Seiten in Leichter Sprache gemacht?
Büro für Leichte Sprache
Regens Wagner Offene Hilfen im Landkreis Lichtenfels
Übersetzerin: K. Fugmann
PrüferInnen: I. Gleißner, D. Beetz, M. Götze, A. Schmidt

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