Demokratie mitgestalten - für eine gerechte Teilhabe aller!

Demokratie mitgestalten – für eine gerechte Teilhabe aller!

Seit dem 1. Dezember 2025 ist im Paritätischen in Bayern ein neues Projekt an den Start gegangen, das den Titel trägt: Demokratie mitgestalten – für eine gerechte Teilhabe aller! Das Projekt findet sowohl auf der Landes- als auch auf der Bezirksebene statt. Das Projekt hat zwei Schwerpunkte: 1) die sozialpolitische Positionierung für soziale und demokratische Teilhabe, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie 2) ein konkretes Demokratieförderungsprojekt vor Ort.

 

Veränderung des Diskurses

Als Paritätischer in Bayern nehmen wir in den letzten Jahren verstärkt wahr, dass sich die politische und öffentliche Diskussion verändert hat, wenn es um die Themen soziale und demokratische Teilhabe, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt geht. Auf der einen Seite äußern Menschen mit antidemokratischen, rechtsextremen Weltbildern vielerorts unverhohlen im öffentlichen Raum ihre Meinung und ihre Anschauungen gelten plötzlich nicht mehr als ewig-gestrig. Auf der anderen Seite deuten rechtsextreme Akteure demokratische Werte um und nutzen diese für ihre eigene demokratie- und menschenfeindliche Positionierung.

Auswirkungen auf die Praxis

Die Diskussion führt dazu, dass demokratie- und menschenfeindliche Inhalte auch in die Praxis getragen werden. Mitgliedsorganisationen des Paritätischen, die Betreuung und Unterstützung anbieten z.B. für queere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit Behinderung, werden angegriffen und ihre Arbeit infrage gestellt.

Für eine gerechte Teilhabe aller!

Um eine klare Haltung in dieser Diskussion einzunehmen und seine Mitgliedsorganisationen zu unterstützen, möchte der Paritätische sich sozialpolitisch positionieren und sich an Bündnissen und Netzwerken beteiligen.

Mit dem Projekt möchte der Paritätische in Bayern:

  • sich als Verband mit seinen Mitgliedsorganisationen gegen rechtsextreme, menschen- und demokratiefeindliche Strömungen und für eine vielfältige und offene Gesellschaft, und damit Stärkung des demokratischen und sozialen Zusammenhalts zu positionieren,
  • seine Mitgliedsorganisationen dabei unterstützen, sich an Bündnissen und Netzwerken zu beteiligen und
  • sich gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen oder stellvertretend gegen die Diskriminierung ihrer Adressat*innen einzusetzen und deren Diskriminierung sichtbar zu machen.